
Wenn bei einem Stromausfall der Sicherungskasten auffällig ist, kommt es darauf an, welche Schutzorgane ausgelöst haben und welche Bereiche der elektrischen Anlage betroffen sind. Mögliche Ursachen sind unter anderem eine Überlastung, ein Kurzschluss, eine FI-Auslösung, ein Phasenausfall, ein Neutralleiterproblem oder eine Störung in der Einspeisung.
Entscheidend ist deshalb nicht nur, ob ein Schalter sichtbar ein- oder ausgeschaltet ist. Erst die Zuordnung der betroffenen Stromkreise und eine fachgerechte Prüfung zeigen, ob der Fehler im Verteiler, in einer Leitung, an einem angeschlossenen Gerät oder bereits in der vorgelagerten Versorgung liegt.
Wenn Sie zunächst klären möchten, ob der Ausfall aus Ihrer Elektroinstallation oder aus einem übergeordneten Versorgungsproblem stammt, finden Sie weitere Informationen auf unserer Seite Stromausfall München
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Stromausfall und Auffälligkeit am Sicherungskasten?
Schildern Sie kurz, welche Räume betroffen sind und ob FI- oder Leitungsschutzschalter sichtbar ausgelöst haben.
Was wird bei einem Stromausfall am Sicherungskasten geprüft?
Bei einem Stromausfall reicht es nicht aus, einen ausgelösten Schalter einfach wieder einzuschalten. Entscheidend ist zu klären, warum die Schutztechnik reagiert hat oder warum Spannung fehlt, obwohl alle Schalter scheinbar eingeschaltet sind.
Leitungsschutzschalter (LS)
Leitungsschutzschalter schützen einzelne Stromkreise vor Überlastung und Kurzschluss. Ist nur ein bestimmter Raum oder Stromkreis ohne Strom, wird zunächst geprüft, ob der zugehörige LS-Schalter ausgelöst hat und ob sich der Fehler einem bestimmten Verbraucher oder Stromkreis zuordnen lässt.
Löst der Leitungsschutzschalter unmittelbar nach dem Wiedereinschalten erneut aus, sollte er nicht wiederholt zurückgesetzt werden. Die Ursache muss fachgerecht eingegrenzt werden.
FI-Schalter / RCD
Der FI beziehungsweise RCD reagiert auf Fehlerströme. Je nach Aufbau der Anlage können durch eine FI-Auslösung mehrere Stromkreise gleichzeitig abgeschaltet werden.
Lässt sich der FI nicht dauerhaft einschalten oder löst er unmittelbar wieder aus, können sowohl angeschlossene Geräte als auch Fehler innerhalb der festen Elektroinstallation infrage kommen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Isolationsfehler beheben
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Spannung und Einspeisung
Wenn keine Sicherung sichtbar ausgelöst hat, wird geprüft, ob die erforderliche Spannung am Verteiler und an den betroffenen Stromkreisen anliegt.
Dadurch lässt sich unterscheiden, ob die Ursache innerhalb eines einzelnen Stromkreises oder bereits weiter vorne in der Einspeisung liegt.
Sind alle Sicherungen sichtbar eingeschaltet und trotzdem einzelne Bereiche ohne Strom, kann auch das Fehlerbild Stromausfall, aber keine Sicherung raus für die weitere Einordnung relevant sein.
Neutralleiter und elektrische Verbindungen
Lose oder unterbrochene Leiterverbindungen können zu ungewöhnlichen Ausfällen führen. Insbesondere ein Neutralleiterproblem kann mehrere Bereiche beeinflussen und lässt sich nicht allein anhand der sichtbaren Stellung der Sicherungen beurteilen.
Verdächtige Verbindungen müssen deshalb fachgerecht eingegrenzt werden, statt einzelne Bauteile auf Verdacht auszutauschen.
Hauptsicherung und SLS
Wenn größere Teile der Wohnung oder die gesamte Versorgung betroffen sind, können auch vorgeschaltete Schutzeinrichtungen wie Hauptsicherung oder SLS relevant sein.
In diesem Bereich gelten besondere Zugangs- und Abschaltbedingungen. Die Prüfung sollte deshalb durch eine Elektrofachkraft erfolgen.
Aufteilung der Stromkreise
Bei der Fehlerdiagnose wird außerdem geprüft, welche Räume, Steckdosen und Verbraucher zu welchem Stromkreis gehören. Diese Zuordnung hilft dabei, den Fehler gezielt einzugrenzen und unnötige Arbeiten an nicht betroffenen Bereichen zu vermeiden.
Wenn nur bestimmte Teile der Wohnung ohne Strom sind, finden Sie ergänzende Hinweise unter Strom in der Wohnung ausgefallen
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Häufige Ursachen für Stromausfall am Sicherungskasten
Welche Ursache tatsächlich vorliegt, hängt davon ab, welches Schutzorgan reagiert hat und ob einzelne Stromkreise oder größere Teile der Versorgung betroffen sind.
Eine umfassendere Übersicht über mögliche Fehlerquellen finden Sie auch auf unserer Seite Stromausfall im Haus – mögliche Ursachen
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Überlastung
Werden innerhalb eines Stromkreises zu viele oder besonders leistungsstarke Verbraucher gleichzeitig betrieben, kann der Leitungsschutzschalter abschalten. Wiederholt sich die Auslösung bei ähnlicher Nutzung, sollte die Belastung des Stromkreises geprüft werden.
Kurzschluss
Bei einem Kurzschluss kann ein Leitungsschutzschalter sehr schnell auslösen. Ursache kann beispielsweise ein defektes Elektrogerät, eine beschädigte Leitung oder eine fehlerhafte elektrische Verbindung sein.
Wird derselbe Fehler beim Einschalten eines bestimmten Geräts oder Stromkreises reproduzierbar ausgelöst, sollte dieser Bereich nicht wiederholt eingeschaltet werden.
FI-Auslösung
Löst der FI-Schalter aus, kann ein Fehlerstrom vorliegen. Die Ursache kann sowohl in einem elektrischen Gerät als auch innerhalb eines fest installierten Stromkreises liegen.
Neutralleiterproblem
Ein lockerer oder unterbrochener Neutralleiter kann ein komplexeres Fehlerbild verursachen, weil mehrere Stromkreise oder Verbraucher betroffen sein können. Eine sichere Bewertung ist nur durch eine fachgerechte Prüfung möglich.
Phasenausfall
Bei einem Phasenausfall kann ein Teil der Wohnung weiterhin funktionieren, während andere Stromkreise ohne Versorgung bleiben. Die mögliche Unterbrechung kann sich beispielsweise im Bereich der Verteilung, der Einspeisung oder vorgeschalteter Sicherungen befinden.
Zuleitung oder Hauptsicherung
Wenn mehrere Stromkreise gleichzeitig betroffen sind, kann die Ursache auch in der Zuleitung, der Hauptsicherung oder einem vorgelagerten Bereich liegen. Dann reicht die Prüfung eines einzelnen Sicherungsautomaten nicht aus.
Unterschied zwischen LS-Schalter und FI/RCD bei Stromausfall
LS-Schalter und FI/RCD haben unterschiedliche Aufgaben. Welches Schutzorgan ausgelöst hat, liefert einen wichtigen Hinweis auf die mögliche Fehlerart.
| Bauteil | Aufgabe | Typisches Fehlerbild |
|---|---|---|
| LS-Schalter | Schutz bei Überlastung und Kurzschluss | Häufig ist ein einzelner Stromkreis betroffen |
| FI / RCD | Schutz bei Fehlerstrom | Mehrere zugeordnete Stromkreise können ausfallen |
| SLS / Hauptsicherung | Vorgelagerter Schutz der Versorgung | Größere Bereiche oder die gesamte Wohnung können betroffen sein |
| Neutralleiter | Teil der elektrischen Versorgung | Ungewöhnliche Teil-Ausfälle oder Spannungsprobleme sind möglich |
Was können Sie selbst sicher prüfen?
Ohne den Sicherungskasten zu öffnen, können Sie einige Beobachtungen machen, die für die spätere Fehlersuche hilfreich sind.
- Welche Bereiche sind betroffen?
Ist nur ein Zimmer ohne Strom oder die gesamte Wohnung? - Ist ein LS-Schalter sichtbar ausgelöst?
Notieren Sie, welcher Stromkreis betroffen ist. - Ist der FI/RCD ausgelöst?
Prüfen Sie ausschließlich die sichtbare Schalterstellung. - Sind Nachbarn oder Gemeinschaftsbereiche betroffen?
Das kann auf eine Störung außerhalb Ihrer eigenen Wohnung hinweisen. - Welches Gerät wurde zuletzt eingeschaltet?
Diese Information kann bei der Eingrenzung des Fehlers hilfreich sein. - Gibt es Schmorgeruch, Geräusche oder ungewöhnliche Wärme?
In diesem Fall sollten keine weiteren Einschaltversuche durchgeführt werden.
Sicherheitshinweis:
Öffnen Sie keine Abdeckungen des Verteilers und führen Sie keine eigenen Messungen an spannungsführenden Teilen durch. Arbeiten innerhalb des Sicherungskastens sollten ausschließlich von einer Elektrofachkraft durchgeführt werden.
Wann sollte der Sicherungskasten von einem Elektriker geprüft werden?
Eine fachgerechte Prüfung ist besonders dann sinnvoll, wenn die Ursache nicht eindeutig anhand eines einzelnen ausgelösten Schalters zu erkennen ist.
- Der FI-Schalter löst wiederholt aus.
- Ein Leitungsschutzschalter fällt unmittelbar nach dem Einschalten erneut.
- Mehrere Räume oder Stromkreise sind gleichzeitig betroffen.
- Alle Sicherungen wirken eingeschaltet, trotzdem fehlt Strom.
- Schalter lassen sich nicht mehr zuverlässig einschalten.
- Es treten Flackern oder wiederkehrende Aussetzer auf.
- Am Verteiler oder an Steckdosen entsteht ungewöhnliche Wärme.
- Es riecht verschmort oder verbrannt.
- Ein Phasen- oder Neutralleiterproblem wird vermutet.
FI oder Sicherung löst immer wieder aus?
Beschreiben Sie uns kurz, welcher Schalter auslöst und welche Bereiche ohne Strom sind.
So läuft die Fehlerdiagnose am Verteiler ab
Bei einem Stromausfall am Sicherungskasten sollte die Ursache Schritt für Schritt eingegrenzt werden. Ziel ist nicht nur, den Strom kurzfristig wieder einzuschalten, sondern festzustellen, warum die Schutztechnik reagiert hat.
- Sicht- und Zustandsprüfung
Zunächst werden betroffene Bereiche, Schalterstellungen und mögliche Auffälligkeiten eingeordnet. - Betroffene Stromkreise zuordnen
Es wird festgestellt, welche Räume und Verbraucher an den betroffenen Schutzorganen angeschlossen sind. - Spannungsversorgung prüfen
Durch fachgerechte Messungen wird geklärt, ob und an welcher Stelle Spannung fehlt. - Schutzorgane und Verbindungen bewerten
LS-Schalter, FI/RCD und relevante elektrische Verbindungen werden in die Fehlerdiagnose einbezogen. - Fehlerstelle eingrenzen
Je nach Befund wird geprüft, ob ein Gerät, eine Leitung, eine Verbindung oder ein vorgeschalteter Bereich verantwortlich ist. - Ursache beheben
Nach eindeutiger Diagnose wird die notwendige Reparatur beziehungsweise Instandsetzung abgestimmt. - Abschließende Kontrolle
Nach den Arbeiten wird geprüft, ob die betroffenen Stromkreise wieder ordnungsgemäß funktionieren.
Was kostet die Prüfung des Sicherungskastens bei Stromausfall?
Laut aktueller Preisangabe beginnen Einsätze in München bei diesem Fehlerbild häufig ab 58 € für eine erste Prüfung und Einschätzung vor Ort. Der endgültige Preis richtet sich nach dem tatsächlichen Diagnose- und Reparaturaufwand.
Erstdiagnose und Fehlerzuordnung
Der erste Schritt besteht darin, den betroffenen Stromkreis und die mögliche Ursache einzugrenzen. Eine eindeutige Diagnose ist wichtig, bevor Bauteile getauscht oder weitere Reparaturen durchgeführt werden.
Welche Faktoren beeinflussen den Preis?
- Anfahrt innerhalb des Einsatzgebietes
- Zeit für Diagnose und Messungen
- Anzahl der betroffenen Stromkreise
- Zugänglichkeit des Verteilers und der Fehlerstelle
- Alter und Aufbau der Elektroinstallation
- notwendige Reparaturzeit
- benötigte Ersatzteile
- mögliche Zuschläge bei Einsätzen außerhalb regulärer Zeiten
Material und mögliche Zusatzarbeiten
Materialkosten entstehen nur dann, wenn tatsächlich ein defektes Bauteil oder eine beschädigte Verbindung ersetzt werden muss. Bei verdeckten Leitungsfehlern oder schwer zugänglichen Bereichen kann außerdem zusätzlicher Arbeitsaufwand entstehen.
Deshalb sollte zunächst diagnostiziert und anschließend entschieden werden, welche Reparatur tatsächlich notwendig ist.
Typische Fehlerbilder in Wohnungsverteilungen
Die folgenden Beispiele zeigen typische Konstellationen, die bei einem Stromausfall im Bereich des Sicherungskastens auftreten können.
Nur ein Stromkreis fällt aus
Mögliche Ursachen sind eine Überlastung, ein Kurzschluss oder ein Defekt innerhalb des betroffenen Stromkreises.
FI-Schalter legt mehrere Räume lahm
Hier kann ein Fehlerstrom innerhalb eines angeschlossenen Geräts oder eines zugeordneten Stromkreises vorliegen.
Ein Teil der Wohnung funktioniert weiterhin
Neben einem einzelnen Stromkreis kann auch ein Phasenausfall oder eine andere Unterbrechung innerhalb der Versorgung eine Rolle spielen.
Alle Automaten sind eingeschaltet, trotzdem kein Strom
Dann kann die Ursache außerhalb eines einzelnen Leitungsschutzschalters liegen, beispielsweise in einer vorgelagerten Sicherung, einer Verbindung oder der Einspeisung.

Wer trägt die Kosten bei einem Defekt am Sicherungskasten?
Wer die Kosten trägt, hängt von der tatsächlichen Ursache sowie von den jeweiligen Eigentums-, Miet- und gegebenenfalls Versicherungsverhältnissen ab.
Liegt die Ursache innerhalb der fest installierten Elektroanlage, kann die Verantwortlichkeit anders zu beurteilen sein als bei einem Defekt eines privaten Elektrogeräts.
Auch bei möglichen Versicherungsfällen kommt es auf die konkrete Schadenursache und den jeweiligen Versicherungsschutz an. Eine fachgerechte Dokumentation des technischen Befunds kann bei der Abstimmung mit Vermieter, Eigentümer, Verwaltung oder Versicherung hilfreich sein.
Worauf Sie bei einer Fehlerdiagnose achten sollten
- Die Ursache sollte vor einem Bauteiltausch eindeutig eingegrenzt werden.
- Es sollte nachvollziehbar erklärt werden, welcher Stromkreis oder Bereich betroffen ist.
- Notwendige Reparaturen und mögliche Kosten sollten vor zusätzlichen Arbeiten abgestimmt werden.
- Nach der Instandsetzung sollte eine abschließende Funktionskontrolle erfolgen.
Sicherung oder FI löst aus und der Strom bleibt weg?
Schildern Sie kurz, welche Bereiche betroffen sind und was Sie am Sicherungskasten beobachten.
Häufige Fragen zum Sicherungskasten bei Stromausfall
Was prüft man zuerst am Sicherungskasten bei Stromausfall?
Zunächst wird geprüft, welche Bereiche ohne Strom sind und ob ein Leitungsschutzschalter oder FI/RCD sichtbar ausgelöst hat. Anschließend lässt sich einordnen, ob ein einzelner Stromkreis oder ein größerer Teil der Versorgung betroffen ist.
Was bedeutet es, wenn nur ein LS-Schalter ausgelöst hat?
Dann ist häufig der zugehörige Stromkreis betroffen. Mögliche Ursachen sind eine Überlastung, ein Kurzschluss, ein defektes Gerät oder ein Fehler innerhalb des Stromkreises.
Was bedeutet es, wenn der FI-Schalter auslöst?
Eine FI-Auslösung kann auf einen Fehlerstrom hinweisen. Die Ursache kann in einem angeschlossenen Elektrogerät oder innerhalb der festen Installation liegen.
Warum sind mehrere Räume ohne Strom?
Wenn mehrere Räume gleichzeitig betroffen sind, können unter anderem ein FI/RCD, ein Phasenausfall, eine vorgelagerte Sicherung oder eine Störung innerhalb der Einspeisung eine Rolle spielen.
Kann ein Neutralleiterproblem einen Stromausfall verursachen?
Ja. Eine lose oder unterbrochene Neutralleiterverbindung kann mehrere Stromkreise oder Verbraucher beeinflussen. Die Ursache lässt sich nicht zuverlässig allein anhand der Schalterstellung beurteilen.
Was ist ein Phasenausfall?
Bei einem Phasenausfall fehlt die Versorgung über einen Außenleiter. Dadurch können bestimmte Bereiche ohne Strom sein, während andere Stromkreise weiterhin funktionieren.
Wann sollte ich den Sicherungskasten nicht mehr selbst einschalten?
Bei Schmorgeruch, ungewöhnlicher Wärme, Flackern, wiederholtem Auslösen oder wenn ein Schalter unmittelbar erneut abschaltet, sollten keine weiteren Einschaltversuche durchgeführt werden.
Was kostet die Prüfung des Sicherungskastens?
Laut aktueller Preisangabe beginnen Einsätze in München bei diesem Fehlerbild häufig ab 58 € für eine erste Prüfung und Einschätzung vor Ort. Die Gesamtkosten hängen vom tatsächlichen Diagnose- und Reparaturaufwand ab.
Wer trägt die Kosten bei einem Defekt am Sicherungskasten?
Das hängt von der konkreten Ursache und den jeweiligen Eigentums-, Miet- oder Versicherungsverhältnissen ab. Ein Defekt innerhalb der fest installierten Elektroanlage kann anders zu beurteilen sein als ein Fehler, der durch ein privates Elektrogerät verursacht wurde.
